Dithmarschen erhält keine Förderung aus „Sportmilliarde“
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Am 22. April hat der Haushaltsausschuss des Bundestages 333 Millionen Euro für das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ freigegeben. Es ist die erste Tranche der sogenannten Sportmilliarde. Davon entfallen 14,6 Millionen Euro auf Schleswig-Holstein.
„Antragsberechtigt waren nur Städte und Gemeinden“, sagt Heides Bürgermeister Oliver Schmidt-Gutzat. „Wir haben mit Hilfe der Vereine in kürzester Zeit drei Förderanträge geschrieben und eingereicht. Einen für den Heider SV, einen für den Süderholmer SV und einen für die neue Sportanlage im Schulzentrum Heide-Ost.“
„Keiner unserer Anträge wurde berücksichtigt“, so Schmidt-Gutzat weiter. Nicht nur das, in ganz Dithmarschen wird kein einziges Projekt gefördert. „Das ist ein unglaubliches Missverhältnis.“ Stattdessen gehen allein 9 Millionen Euro in zwei Einzelprojekte in Oldenburg und Lübeck.
An der Westküste wurden hingegen nur zwei Projekte in Nordfriesland berücksichtigt. Und jeweils eines im Kreis Steinburg und im Kreis Pinneberg. Die drei von der Stadt Heide eingereichten Projekte erfüllen viele der geforderten Kriterien. Beim Heider SV ging es u. a. um die Umrüstung auf erneuerbare Energien und um Integration, der Süderholmer SV engagiert sich neben dem Sport stark im Dorf und bei der Inklusion.
Laut Schmidt-Gutzat sei es nicht länger hinnehmbar, „dass wir in Heide und Dithmarschen mit unseren Aufgaben regelmäßig allein gelassen werden. Ich habe die klare Erwartung, dass wir in der zweiten Runde bei der Sportstättenförderung berücksichtigt werden.“
Das gelte im Übrigen nicht nur für die Sportförderung, so Schmidt-Gutzat. Bei der Ansiedlung von Northvolt seien die Fördermillionen an das Unternehmen gegangen, „während wir drei Jahre lang erfolglos vom Land gefordert haben, dass man uns bei der Planung und dem Erwerb weiterer Flächen und beim notwendigen Ausbau unserer Infrastruktur unterstützt.“
„Wir fordern ja nur Unterstützung für etwas, was sich die Landesregierung in den Koalitionsvertrag geschrieben hat: den Ausbau der erneuerbaren Energien als Standortvorteil für Schleswig-Holstein“. Wenn man das ernst meine, dann sei es das Mindeste, dass man Regionen, die vorangehen, unterstütze. „Davon habe ich in den vergangenen Jahren nicht viel gesehen, weder vom Land noch vom Bund.“



